Fachvortrag zum Thema: Normsetzung durch Sprache mit Prof. Dr. İnci Dirim (Universität Wien) am 05.11.2021

Im Rahmen des Vortrags beleuchtete Frau Prof. Dr. Dirim (Universität Wien) Sprache als Differenzkategorie. Nach einer theoretischen Einführung zeigte Sie anhand mehrerer Beispiele aus der Schulpraxis, aber auch der Politik anschaulich auf, wie durch Sprache Grenzziehungen vorgenommen und Rassismen reproduziert werden. Es erfolgte in diesem Kontext eine differenzierte Auseinandersetzung mit Lingualismus und (Neo-)Linguizismus sowie damit einhergehender Praxen. Sprache und Differenzsetzung wurden insbesondere in Bezug auf Mechanismen des Einbezugs und der Ausgrenzung in der Migrationsgesellschaft betrachtet.

In der sich an den Vortrag anschließenden lebendigen Diskussion wurde sowohl die Bedeutung von Forschung hinsichtlich (neo-)linguizistischer Phänomene deutlich als auch der Bedarf der wissenschaftlichen Auseinandersetzung hinsichtlich des Umgangs mit Kategorisierung durch oder unter Bezugnahme auf Sprache(n). Der angeregte Austausch mit Frau Prof. Dr. Dirim bot dem wissenschaftlichen Nachwuchs außerdem die Möglichkeit zu konstruktivem Feedback in Bezug auf eigene Projektvorhaben.

Das von ForBilT finanzierte Angebot wurde von der Gruppe der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb von ForBilT beantragt und organisiert.

Am 08.11.2021 findet ein Science Talk (nicht öffentlich, geschlossene Gruppe) von Kolleg:innen aus Landau und der TU Kaiserslautern statt. Das Thema ist „Digitale Transformation und Bildung“ (Beschreibung im Anhang). Es geht um einen ersten Austauch, ein Kennenlernen und Vernetzen von Wissenschftler:innen, die rund um dieses Thema forschen. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung von ForBilT (Forschung zu Bildung in der Transformation), welches im Rahmen der Forschungsinitiative am Campus Landau gefördert wird.

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In der digitalen durch DFG- und Eigenmittel finanzierten Konferenz diskutierten Expert:innen aus Deutschland, England, Neuseeland und der Schweiz über Möglichkeiten und Herausforderungen qualitativer Zugänge in der Erforschung von Urteilen und Entscheidungen in der Sozialen Arbeit. Die Tagung fand am 20. und 21. September 2021 unter Leitung von Pascal Bastian und in Kooperation mit Mark Schrödter (Universität Kassel) statt.

Es handelt sich um das Fortsetzungsprojekt zur DFG-Studie „Fallkonstitutive Urteilsbildung am Beispiel von Kindeswohlgefährdungseinschätzungen bei unangemeldeten Hausbesuchen in der Sozialen Arbeit“. Dort wurde auf Basis ethnographischer Beobachtungen die Urteils- und Entscheidungspraxis von Jugendamtsfachkräften im Kinderschutz untersucht. Diese soll nun vertiefend mit Blick auf das Zusammenwirken von Jugendämtern und Familiengerichten untersucht werden.

Weitere Informationen:

Antragssteller: Prof. Dr. Pascal Bastian

Weiterer Antragssteller: Prof. Dr. Mark Schrödter (Universität Kassel)

Laufzeit: 36 Monate, Fördersumme: 419.310 Euro

Ami Kobayashi forschte im Rahmen ihres Teilprojekts von ForBilT in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin (BFF). Die BBF ist eine Abteilung des DIPF (Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) und bietet als ein Zentrum für die historische Bildungsforschung einen herausragenden Bibliotheks- und Archivbestand zur deutschen Bildungsgeschichte in ihren internationalen Bezügen. In ihrer Funktion als historische Bildungsforscherin untersuchte Ami Kobayashi vornehmlich Akten über Kollektiverziehung in der DDR.

Vortrag beim Symposium der Word Education Research Association: „Inclusion and Exclusion Research in Germany – Contours and contradictions of educational policy and educational science discourses“, Lisa Rosen (University Koblenz-Landau, Germany), Tanja Strum (University Halle-Wittenberg, Germany)

ECER Special Call NW 17: Shifting Identities in Transnational Spaces. Migrants and Minorities narratives through time. Dr. Susanne Spieker (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Anke Wischmann (Universität Flensburg), Lajos Somogyvári (Universität Pannonia, Ungarn), Christian Ydesen (Universität Aalborg, Dänemark) auf der ECER Genf 2021, 6.9.-10.9.2021.

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ECER Special Call NW 17: Shifting Identities in Transnational Spaces. Migrants and Minorities narratives through time (organising and chairing), Dr. Susanne Spieker (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Anke Wischmann (Universität Flensburg), auf der ECER Genf 2021, 6.9.-10.9.2021.